Helikopter Eltern – von der Überbehütung unserer Kinder / mit Verlosung

Unter Helikopter Eltern versteht man überbesorgte, überfürsorgliche Eltern, die ständig um ihre Kinder kreisen und sie überwachen – wie ein Helikopter.

(*Werbung) Kein Frage – wir alle wollen nur das Beste für unsere Kinder. Die ständige Sorge um ihr Wohl nimmt einen großen Stellenwert, wenn nicht sogar den größten, in unserem Leben ein. Doch wie viel Fürsorge ist gesund für Kinder und Eltern? Wann wird es zu viel? In diesem Zusammenhang hat sich der Erziehungsstil Helikopter Eltern etabiliert und dieses Phänomen scheint weit verbeitet zu sein.

Ich denke jeder kennt das aus seinem Umkreis oder erlebt es vielleicht bei sich selbst. Da gibt es eine Menge Beispiele aus dem Alltag. Bei uns herrscht zum Beispiel jeden Morgen ein riesiges Verkehrschaos vor der Grundschule, da unsagbar viele Eltern ihre Kinder morgens mit dem Auto zur Schule bringen – obwohl sie in der Regel nicht mehr als einen Kilometer entfernt wohnen und wir in einem beschaulichen Wohngebiet einer Kleinstadt wohnen. Statt dem Kind den Schulweg zusammen mit Freunden alleine zuzutrauen und somit auch ein Stück Selbständigkeit beizubringen, werden die Kinder bis vor die Schultür gebracht, manchmal sogar noch bis ins Klassenzimmer. Dadurch entsteht ein großes Verkehrsaufkommen mit unmöglichen Wendemanövern, Parkplatzsuchen etc. und es werden die Kinder, die tatsächlich laufen, gefährdet. Aber Hauptsache das eigene Kind kommt sicher und behütet in den Klassenraum.

Oder es wird sich seitens der Eltern immer mehr in das Unterrichtsgeschehen eingemischt. Die Lehrer werden zunehmend mit den Sorgen und Befürfnissen, bzw. Forderungen der Eltern konfrontriert und ihnen somit die ohnehin knappe Zeit (in Zeiten des Lehrermangels) genommen, die eigentlich den Kindern zustehen sollte. Bei uns gab es zum Beispiel aktuell die Forderung, dass die Lehrerin doch bitte nicht nur den Kindern gegenüber sondern auch noch separat den Eltern mitteilen sollte, wann Tests anstehen und welche Inhalte abgefragt werden. Selbstverständlich möchten wir, dass unsere Kinder auf Klassenarbeiten gut vorbereitet sind. Aber wo bleibt die Selbständigkeit? Auch die müssen unsere Kids doch erlernen. Kann man ihnen nicht zutrauen, im Unterricht gut aufzupassen und selbst die Ankündigung eines Test wahrzunehmen? Was lernen sie daraus, wenn sich immer Mama und Papa darum kümmern? Ich befürchte damit werden vollkommen unselbständige, nicht allein lebensfähige Kinder groß gezogen, die sich darauf verlassen, dass Andere schon alles regeln werden. Und wenn die lieben Helikopter Eltern mal nicht mehr da sind und die Überfürsorge übernehmen können, stehen sie wahrscheinlich völlig hilflos da.

Wo bleibt die Gelassenheit?

Die Kinder ständig in den Mittelpunkt zu stellen, sie zu umsorgen, nur das Beste für sie zu wollen, permanent auf ihre Wünsche einzugehen, ist ein ein verständliches Bedürfnis. Doch kann die Überbehütung am Ende nicht gut sein. Wo bleibt die Gelassenheit, Kinder auch Kinder sein zu lassen, nicht den ganzen Alltag durchzutakten, sie ständig zu umschwirren, in die Freundesauswahl einzumischen, ihnen nichts zuzutrauen, ihnen alles abzunehmen…? Wir wollen doch nicht nur, dass es ihnen als Kindern gut geht, sondern dass sie auch als Erwachsene gut und selbständig durch das Leben kommen. Und dafür muss man auch mal die ein oder andere schmerzhafte Erfahrung machen, das gehört zum Leben dazu.

Ein Paradebeispiel für Helikopter Eltern zeigt die amerikanische, preisgekrönte Serie „Big Little Lies“, die vor kurzem auf DVD/Bluray erschienen ist. In der Miniserie, in der u.a. die bekannten Schauspielerinnen Reese Witherspoon, Nicole Kidman und Shailene Woodley mitspielen, geht es um überfürsorgliche Eltern, die sich in alle Angelegenheiten ihrer verwöhnten Kinder einmischen, und einen Mord. Spannend und geschickt erzählt, manchmal so überspitzt, dass es fast schon weh tut und doch irgendwie auch zum Schmunzeln parodiert. Ich habe bereits sechs von sieben Folgen gesehen und weiß bis jetzt nicht, wer wen ermordet hat. Die Geschichte wird in Rückblicken, Traumszenen und wieder Gegenwartsschnipseln dargestellt. Es bleibt spannend bis zur letzten Sekunde. Wer auch Lust hat, sich die mit mehreren Emmys ausgezeichnete Serie anzuschauen, kann gerne an meinem Gewinnspiel teilnehmen und ein Exemplar auf DVD gewinnen!

Dianas Mamaleben Helikopter Eltern Big Little Lies 2

Was Ihr dazu tun müsst / Teilnahmebedingungen:
  • hinterlasst einen Kommentar unter diesem Beitrag, vielleicht kennt ihr auch Helikopter Eltern und habt eine spannende Geschichte zu erzählen oder seid selbst „betroffen“ und wollt etwas dazu schreiben
  • folgt mir auf Instagram
  • teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen Personen aus Deutschland
  • Barauszahlung des Gewinnwertes ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Teilnahmeschluss ist am 02.11.2017 um 24.00 Uhr

Der Gewinner wird hier bekannt gegeben und von mir direkt benachrichtigt. Der Gewinn wird von Warner Bros. Home Entertainment zur Verfügung gestellt. Diese Aktion steht in keiner Verbindung zu Instagram.

Das Gewinnspiel ist beendet. Gewonnen hat Tanja Hammerschmidt. Herzlichen Glückwunsch!

Dianas Mamaleben Helikopter Eltern Big Little Lies 1

 

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10 Replies to “Helikopter Eltern – von der Überbehütung unserer Kinder / mit Verlosung”

  1. Wir haben leider bei uns im Bekanntenkreis auch dieses Phänomen, ganz furchtbar… Ein Plädoyer für mehr Gelassenheit!!! Toll geschrieben 👍🏻!
    Liebe Grüße
    Katharina

  2. Ich hab schon so viel von dieser Serie gehört und würde sie gern schauen. Ich bin selber manchmal ein kleiner Helikopter und versuche über den Kindern zu schweben, aber zum Glück hab ich drei Kinder und kann nicht überall sein. Darüber sind auch die Kinder sehr froh.
    LG Natalia

  3. Hallo 🙂

    Ja, zu dem Thema kennt vermutlich jeder zahlreiche Stories. Bei uns ist es vielfach so gewesen, daß die Kids in der 4. Klasse das allererste Mal überhaupt von zu Hause weg waren und viele Tränen liefen. Kann ich mir kaum vorstellen, da waren die vorher meist noch nie über Nacht auch nur bei Oma und Opa gewesen.
    Unsere Große war mit 2 das erste Mal mit der Kita 3 Tage auf dem Bauernhof, danach noch 3x. Zur Oma oder Uroma über Nacht ging sie schon mit 4-6 Monaten zum ersten Mal und mit 5 fing es dann mit dem Pfingscampen mit dem Roten Kreuz an und seitdem sie 9 ist fährt sie jedes Jahr 2 Wochen nach Juist mit einer Kindergruppe.
    Mir ist schleierhaft, wie man Kids diese eigenen Erfahrung aus eigener Angst wegnehmen kann. Bei der Kita Abschlussfahrt war ein Elternpaar dabei, das sich so dermaßen nicht trennen konnte, daß sie nein gesagt haben und als Alternativprogramm ein Dineyland Wochenende aufgefahren haben. Sicher auch schön für das Kind, aber ich habe für so etwas kein Verständnis. Es ist für mich auch jetzt schwierig, gelassen zu bleiben, wenn meine Große das 1. mal in die Skifreizeit fährt, das liegt aber eher daran, daß ich Höhenangst habe und Skifahren für nicht ungefährlich halte. Das werde ich ihr zuliebe aber schön für mich behalten….

    LG, Melanie

  4. Hallöchen auch! Ich glaube, ich bin eine Mischung von allem! Wenn’s sein muss, lass ich meine Beiden (6 und 4 Jahre alt) nicht aus den Augen, sie dürfen aber auch schon mal alleine mit Freunden in unserer Siedlung im Umkreis von 50 m spielen, z. B. Kettcar fahren! Allerdings habe ich immer die Tür auf, um sie zu hören!
    Lieben Gruß, Danni

  5. Ich habe Big Little Lies in einem Rutsch geschaut, weil ich die Serie so spannend und von der Besetzung so gut fand! Nicole Kidman war so stark in ihrer Rolle, und überhaupt ist der ganze Cast top. Die ganze Serie fand ich durch die verschiedenen Formen von Gewalt verstörend und gleichzeitig von der Storyline her total fesselnd. Helikoptereltern (Kamikaze wie einer sie genannt hat) wurden sehr gut dargestellt, diese Erziehungsmethode ist einfach traurig, denn sie bringt unselbstständige verwöhnte Kinder hervor. Man sollte Kindern mehr Vertrauen in ihnen selbst mitgeben und auch Freiheit, gestützt durch elterliche Fürsorge, damit aus ihnen gesellschaftstaugliche und stabile Erwachsenen werden. Ich hoffe jedenfalls auf eine weitere Staffel! LG Erika

  6. Ich kann mich noch gut an die Helikopter-Eltern aus meiner Schulzeit erinnern.
    Ganz ganz schrecklich… Meist waren es wirklich Eltern, die selber Lehrer oder Pädagogen waren 😉
    Meine Mama hat sich zwar manchmal (empfand ich damals so) auch zu viel eingemischt, heute bin ich ihr aber dankbar und weiß, dass sie sich einfach nur für mich und mein Leben interessiert hat und es ein ganz normales Maß an Vorsicht und Interesse war.
    Die Serie würde ich mir super gerne mit meiner Mama zusammen anschauen- wir sehen uns inzwischen sowieso viel zu selten…
    Viele liebe Grüße
    Anna

  7. Tanja Hammerschmidt sagt: Antworten

    ich bin die schlimmste helikopter mama auf diesem planeten.. sagt zumindest mein sohn 😀 er ist jetzt 13 jahre alt und genauso lange, habe ich 1000 augen auf ihn… vor nem jahr kam er mal und meinte, das ich wirklich lernen muss, loszulassen 😀 es wird zwar besser, aber ich hab halt nur ihn und das soll auch so bleiben.
    bei insta folge ich unter rosaliana123456
    lg limettenfreundin@gmx.de

    1. Liebe Tanja, herzlichen Glückwunsch. Du bist die Gewinnerin der Verlosung. Viel Spass mit den DVDs! LG Diana

  8. Huhu meine Liebe,

    danke für diese nette Gewinnmöglichkeit!

    Die Serie „Big Little Lies“ sagt mir etwas, ich habe sie mir jedoch bis dato noch nicht angesehen.

    Dein Bericht ist toll, wobei ich gestehen muss – das ich glaube auch ein klein wenig „helekopterisch“ veranlagt bin 😛

    Ich mache mir auch immer ziemlich viele Gedanken / Sorgen um meine Kinder und trau ihnen diesbezüglich leider auch viel zu wenig alleine zu.
    – das ich dies schleunigst ändern sollte / muss, weiß ich aber – denn ich möchte meine Kinder ja eigentlich zur Selbstständigkeit erziehen und nicht zu kleinen, verunsicherten Menschlein!

    LG Heike

    – ich folge Dir via Facebook HeiKe Scar Dia

  9. Die lieben Helicoptereltern…ja, was sagt man da! Ich kenn sie von der Schule und musste lachen, als ich deinen Post gelesen hab… und ich kenne mich als Mama und merke, dass ich manchmal auch dazu tendiere… schnapp mir dann meine Zügel und halte mich im Zaum😘

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