Nachhaltige Mode – Fast Fashion und Verantwortung

Nachhaltige Mode, Bio Baumwolle – bei diesen Begriffen musste ich früher unwillkürlich an Ökoklamotten denken.

Und damit meine ich ganz extreme Ökoteile: da sehe ich braune, lange Schlabberröcke und unförmige, verfilzte, rot-gelbe Wollpullover. Bilder, die man halt so im Kopf hat. Mode, bzw. ein Stil, der so gar nicht in meinen Kleiderschrank und zu mir passt. Ein Thema, zu dem in meinem Kopf so langsam ein Wandel statt findet.

Nachhaltige Mode hat nichts mit Stil sondern mit Verantwortung zu tun.

Wir leben in einer schnellen Welt. Und diese schnelle Welt ist unter anderem auch durch Fast Fashion geprägt. Was eben noch auf den Laufstegen zu sehen war, gibt es morgen schon in den Geschäften zu kaufen und übermorgen ist es schon wieder out und landet in der Tonne. Auch ich zähle mich zu den Opfern der Modeindustrie. Inspiriert von all den Modemagazinen mit den wunderschönen Fotos, die uns sagen, was jetzt up to date ist und unbedingt getragen werden muss und natürlich durch Instagram und unzählige Fashion Blogger, habe auch ich ständig das Gefühl, meinen Kleiderschrank mit den neuesten Trendteilen auffüllen zu müssen. Mit der Konsequenz, dass der Schrank permanent überquillt, viele Teile nur selten getragen werden und mir dann auch ganz schnell nicht mehr gefallen.

Ausschlaggebend für meine Kaufentscheidung war bisher meistens, dass die sogenannten It-Pieces erschwinglich sind. Selten habe ich mir Gedanken über die Herkunft und den Herstellungsprozess gemacht. Wir alle kennen die Berichte über die grauenhaften Produktionsstätten vieler Textilunternehmen in den ärmsten Ländern der Welt. Wir wissen, unter welchen beschämenden Bedingungen Menschen unsere Fast Fashion produzieren, die wir am Ende gar nicht richtig wertschätzen. Wie Landstriche ökologisch kaputt gewirtschaftet werden, um möglichst billig zu produzieren. Wir wissen es und doch wird es verdrängt. Oder wir kapitulieren vor dem Gefühl der Hilflosigkeit: Was kann ich schon ausrichten? Egal, bei welchem großen Unternehmen ich einkaufe, die Sachen werden doch alle unter den gleichen Bedingungen hergestellt. Und selbst wenn ich mein Kaufverhalten ändere – das nützt doch nichts?!

Doch! Denn wenn keiner den Anfang macht, wird sich wirklich nichts ändern. Aber jede noch so kleine, bewusste Entscheidung zeigt Verantwortung. Viele kleine Entscheidungen bewirken in der Summe die Veränderung.

Mehr Nachhaltigkeit in der Produktion

Viele Moderiesen wie z.B. Esprit (Kleidung aus Organic Cotton findet ihr hier) und C&A (Kampage #wearthechange findet Ihr hier) haben sich auf die Fahne geschrieben, mehr nachhaltige Mode zu produzieren.

Laut eigenen Angaben im Sustainablility Report ist Esprit „Standard Member“ der Better Cotton Initiative geworden. Das Unternehmen hat es geschafft, den Anteil an nachhaltigerer Baumwolle in sechs Monaten auf mehr als 5% zu erhöhen. Zu den weiteren Prioritäten gehört beispielsweise eine saubere und ressourcenschonende Produktion und die Nutzung von sogenannter „Green Chemistry“. Esprit will eine führende Rolle als nachhaltige Modemarke einnehmen. Ziel ist es, bis 2021 50% der Baumwolle aus nachhaltigen Quellen zu beziehen.
 
C&A wurde nach eigenen Angaben 2017 zum fünften Mal als weltweit größter Abnehmer von zertifizierter Bio-Baumwolle von der unabhängigen Organisation Textile Exchange ausgezeichnet. Bereits 2015 hat sich das Unternehmen der Better Cotton Initiative (BCI) angeschlossen und an der Gründung der Initiative Organic Cotton Accelerator mitgewirkt. Nach Unternehmensangaben sind schon jetzt (Februar 2018) mehr als 70% der von C&A bezogenen Baumwolle zertifizierte Bio-Baumwolle oder nach den BCI-Standards angebaut. Ambitionierter selbst formulierter Anspruch: Bis zum Jahr 2020 soll die Baumwolle zu 100% nachhaltiger sein.
 
Beim Kauf erkennt man Bio-Baumwolle u.a. an der Zertifizierung durch OCS (Organic Content Standard) oder den GOTS (Global Organic Textile Standard). Und dass Bio und nachhaltige Mode nichts mit meinem Bild von Öko-Fashion zu tun hat, beweisen diese schicken Basic Teile:

Dianas Mamaleben Nachhaltige Mode

Bikerjacke aus Leder, ohne Chrom gegerbt hier gefunden / Oversized Shirt aus Organic Cotton hier gefunden / Henley Bluse aus Organic Cotton hier gefunden

Dianas Mamaleben #wearthechange

Stretch Jeans aus Organic Cotton hier gefunden / Shirt aus Bio Baumwolle hier gefunden / Jeanskleid aus Bio Baumwolle hier gefunden

Für uns ist es nichts Großes oder Bedeutsames, wenn wir uns bei unserem nächsten Kauf einfach bewusst für nachhaltigere Mode entscheiden. Wie die Beispiele zeigen, muss diese Entscheidung auch nicht teurer sein. Aber jeder kann auf diese Weise im Kleinen Teil eines Wandels sein und Einfluss nehmen auf die Lebensbedingungen anderer Menschen und die Erhaltung unser Umwelt. Und sicher sollte vor jedem Kauf auch die bewusste Entscheidung für das Kleidungsstück stehen. Ich habe kürzlich den Tipp gelesen:

Wenn Du etwas kaufen möchtest, halte Dich zurück und überlege eine Woche, ob Du es wirklich brauchst oder willst. Oft haben wir es in diesem Zeitraum schon wieder vergessen…

(*Werbung, weil Markenkennzeichnung)

 

 

 

Das könnte Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar